Werkbericht Nr. 07 · Herbst 2026
Termin vereinbarenUhrmacher in Bamberg seit 1924
Vom Rohwerk bis zur Übergabe: So entsteht eine Regnitz in unserer Werkstatt am Kaulberg. 312 Stück im Jahr, jede einzelne drei Wochen lang reguliert.
Kaliber K 24Gehäuse 38 mmGangreserve 72 h
01Die Werkstatt
Seit 1924 arbeiten wir im selben Haus, zwei Gassen oberhalb der Regnitz. Die Werkbänke stehen im ersten Stock am Nordfenster, weil das Licht dort den ganzen Tag gleich bleibt.
Jede Regnitz geht durch drei Hände: Montage, Finissage, Regulierung. Wer eine Uhr beginnt, bringt sie auch zu Ende.
02Das Kaliber
Ein Werk ohne Rotor, damit der Blick durch den Glasboden frei bleibt. Die Brücken sind aus Neusilber, von Hand angliert und mit Genfer Streifen verziert.
03Das Zifferblatt
Das Zifferblatt ist Emaille auf Kupfer. Es geht dreimal bei rund 800 °C in den Ofen, bis die Oberfläche glatt und tief wirkt.
Danach wird die Minuterie gedruckt. Die zwölf Indizes setzen wir einzeln, mit der Pinzette und unter der Lupe.
04Das Gehäuse
Das Gehäuse aus Edelstahl ist dreiteilig und nur 9,8 mm hoch. Die Bandanstöße fallen nach innen ab, damit die Uhr auch an einem schmalen Handgelenk flach aufliegt.
05Die Regulierung
Jede Uhr wird drei Wochen lang in fünf Lagen und bei drei Temperaturen geprüft. Erst wenn die tägliche Abweichung zwischen −2 und +4 Sekunden bleibt, unterschreibt die Uhrmacherin das Prüfblatt.
Das Blatt liegt jeder Regnitz bei, mit Namen und Datum.
06Die Übergabe
Wir verschicken keine Regnitz. Sie holen Ihre Uhr in der Boutique ab. Wir passen das Band an und zeigen Ihnen, wie man sie richtig aufzieht. Dafür nehmen wir uns eine Stunde Zeit.
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