Kleine Wunder 20 Lab · CecoDesign
Geld
Für ein Stück Metall bekommst du ein Eis. Dabei kann man Metall nicht essen. Warum klappt das?
Weil alle darauf vertrauen.
Oder ins Bild tippen.
Kleine Wunder 20 Lab · CecoDesign
Für ein Stück Metall bekommst du ein Eis. Dabei kann man Metall nicht essen. Warum klappt das?
Weil alle darauf vertrauen.
Oder ins Bild tippen.
Ohne Geld müsstest du tauschen. Doch der Bäcker will keine Äpfel, sondern Schuhe. Und der Schuster will Fisch.
Geld löst das: Jeder nimmt es an, weil er es selbst wieder ausgeben kann.
Lange bezahlte man in Asien und Afrika mit kleinen, glänzenden Kaurimuscheln. Sie sind haltbar, leicht und schwer zu fälschen.
Im chinesischen Schriftzeichen für Geld und Schätze steckt bis heute das Zeichen für Muschel.
Auf der Insel Yap im Pazifik zahlt man mit Steinrädern, bis zu 3,6 Meter groß. Sie werden nicht bewegt: Alle merken sich einfach, wem ein Stein gehört.
Ein Stein versank beim Transport im Meer. Gehandelt wurde er trotzdem weiter.
Vor gut 2600 Jahren prägten die Lyder in der heutigen Türkei die ersten Münzen: kleine Klumpen aus Gold und Silber mit einem Löwenkopf.
Das Bild bewies: Hier stimmt das Gewicht. Niemand musste mehr jede Münze wiegen.
In China gab es schon vor rund 1000 Jahren Papiergeld. In Europa druckte eine Bank in Stockholm 1661 die ersten Banknoten.
Papier ist viel leichter als ein Sack voller Münzen.
Um 1520 prägte man in Joachimsthal in Böhmen große Silbermünzen: die Joachimstaler. Kurz hießen sie Taler, und daraus wurde der Dollar.
Unser Wort Geld kommt übrigens von gelten: Es gilt etwas.
Seit dem 1. Januar 2002 zahlt man in vielen Ländern Europas mit Euro. Eine Seite der Münzen ist überall gleich, die andere zeigt etwas aus dem Land.
Deutsche Münzen zeigen Eichenlaub, das Brandenburger Tor oder den Adler.
Euroscheine sind aus Baumwolle. Das Bild ist zum Fühlen erhaben, gegen das Licht zeigt sich ein Wasserzeichen, und beim Kippen schimmert ein Hologramm.
So erkennt man Falschgeld, ganz ohne Gerät.
Das meiste Geld gibt es heute gar nicht als Münzen und Scheine. Es steht nur als Zahl auf Konten. Zahlst du mit Karte, wandert eine Zahl zur anderen Bank.
Trotzdem gilt dasselbe wie bei den Muscheln: Es klappt, weil alle darauf vertrauen.
Sie sind aus Baumwolle und darum so reißfest.
Seit 1971 ist kein großes Geld mehr an Gold gebunden. Der Euro war es nie.
Dafür gibt es keinen Beleg. Im Wort Salär steckt aber wirklich das lateinische Wort für Salz.
Aus Joachimsthal: Taler, dann Dollar.
Eine Seite ist gleich, die andere zeigt das Land.
Dann steigen einfach die Preise. Reicher wird niemand.
Wähl einen Betrag. Moni legt ihn mit möglichst wenigen Münzen.