Kleine Wunder 16 Lab · CecoDesign
Ebbe und Flut
Zweimal am Tag kommt das Meer an den Strand und zieht sich wieder zurück. Wer zieht da am Wasser?
Der Mond, und ein bisschen die Sonne.
Oder ins Bild tippen.
Kleine Wunder 16 Lab · CecoDesign
Zweimal am Tag kommt das Meer an den Strand und zieht sich wieder zurück. Wer zieht da am Wasser?
Der Mond, und ein bisschen die Sonne.
Oder ins Bild tippen.
Von einer Flut bis zur nächsten vergehen etwa 12 Stunden und 25 Minuten. Darum kommt die Flut jeden Tag rund 50 Minuten später.
Der Mond braucht knapp 25 Stunden, bis er wieder an derselben Stelle am Himmel steht.
Der Mond zieht an der ganzen Erde, am stärksten an der Seite, die ihm zugewandt ist. Dort wölbt sich das Meer zu einem flachen Berg.
Im Schnitt steigt und fällt das Meer weltweit nur um etwa einen Meter.
Auf der Rückseite der Erde gibt es einen zweiten Berg. Dort zieht der Mond schwächer als in der Mitte der Erde, das Wasser bleibt ein wenig zurück.
Die Erde dreht sich unter beiden Bergen hindurch. Darum gibt es fast überall zweimal am Tag Flut.
Auch die Sonne zieht, knapp halb so stark wie der Mond. Stehen beide in einer Reihe, wird die Flut besonders hoch, im rechten Winkel bleibt sie flach.
Springflut kommt von springen, nicht vom Frühling. Zweimal im Monat.
Vor unserer Nordseeküste liegt bei Ebbe der Meeresboden frei: das größte zusammenhängende Wattgebiet der Welt. Seit 2009 ist es Weltnaturerbe.
Wattwandern nur mit Führung: Die Flut kommt schneller, als man denkt.
In der Bay of Fundy in Kanada steigt das Wasser im Schnitt um 16 Meter, so hoch wie ein Haus mit fünf Stockwerken. Bei Ebbe liegen die Boote im Schlamm.
Mit jeder Flut strömen dort rund 100 Milliarden Tonnen Wasser hinein, doppelt so viel, wie alle Flüsse der Welt in der Zeit führen.
In der Ostsee und im Mittelmeer merkt man Ebbe und Flut kaum. Ihre Verbindung zum Ozean ist eng, und ihr Wasser schwingt nicht im Takt des Mondes.
An der Ostsee ändern Wind und Luftdruck den Wasserstand oft stärker als der Mond.
Die Wasserberge reiben am Meeresboden und bremsen die Erde ganz leicht. Vor 70 Millionen Jahren dauerte ein Tag nur 23 ½ Stunden.
Ein Jahr hatte 372 Tage. Der Mond rückt jährlich 3,8 cm weg.
Der Mond dreht sich genau einmal um sich selbst, während er einmal um die Erde läuft. Darum sehen wir immer dieselbe Seite von ihm. Auch das machen die Gezeitenkräfte.
Seine Rückseite fotografierte 1959 zum ersten Mal eine Raumsonde.
Sie bekommt genauso viel Sonne. Wir sehen sie nur nie.
Er macht das meiste. Die Sonne zieht knapp halb so stark mit.
Bei Vollmond und bei Neumond: Dann ist Springflut.
Die feste Erde hebt und senkt sich zweimal am Tag, am Äquator bis zu einem halben Meter. Man spürt es nur nicht.
Es gibt sie, aber sehr schwach, meist nur ein paar Zentimeter.
Er entfernt sich, um 3,8 Zentimeter im Jahr.
Wähl eine Mondphase und schau zu.