Kleine Wunder 11 Lab · CecoDesign
Seifenblasen
Wasser, Seife, einmal pusten: Schon schwebt eine schillernde Kugel davon. Wie kann etwas so Dünnes halten?
Ihre Haut ist viel dünner als ein Haar.
Oder ins Bild tippen. Blase antippen: plopp.
Kleine Wunder 11 Lab · CecoDesign
Wasser, Seife, einmal pusten: Schon schwebt eine schillernde Kugel davon. Wie kann etwas so Dünnes halten?
Ihre Haut ist viel dünner als ein Haar.
Oder ins Bild tippen. Blase antippen: plopp.
Die Seifenhaut zieht sich zusammen wie ein gespanntes Gummi. Die Kugel ist die Form, die für die meiste Luft am wenigsten Haut braucht.
Für dieselbe Luft braucht ein Würfel rund ein Viertel mehr Haut als eine Kugel.
Die Haut hat drei Lagen: außen Seife, innen Wasser. Jedes Seifenteilchen hat einen Kopf, der Wasser mag, und einen Schwanz, der Wasser meidet.
Reines Wasser bildet keine haltbaren Blasen. Erst die Seife macht die Haut dehnbar und stabil.
Licht wird an der Außen- und an der Innenseite der Haut gespiegelt. Je nach Dicke verstärken sich manche Farben, andere löschen sich aus.
Die Seife hat also gar keine Farbe. Die Farben entstehen aus dem Licht.
Die Schwerkraft zieht das Wasser nach unten, oben wird die Haut immer dünner. Ist sie dünner als eine Lichtwelle, sieht sie dort schwarz aus. Bald danach platzt sie.
Das Loch rast in einem Wimpernschlag einmal um die ganze Blase.
Stoßen zwei Blasen zusammen, teilen sie sich eine Wand. Die drei Häute treffen sich immer im gleichen Winkel: 120 Grad.
Die Wand wölbt sich immer in die größere Blase. Dass diese Doppelblase am wenigsten Haut braucht, wurde erst im Jahr 2000 bewiesen.
Der belgische Forscher Joseph Plateau tauchte Drahtgestelle in Seifenlauge. Immer treffen sich drei Häute, immer im 120-Grad-Winkel.
Seine Regeln stehen in einem Buch von 1873. Im Würfel entsteht in der Mitte ein kleines, fast quadratisches Kissen.
Viele kleine Blasen drücken sich zu Schaum zusammen. In einer Lage werden daraus Sechsecke, wie bei den Bienen.
Welche Form Schaum im Raum am liebsten hat, fragte Lord Kelvin 1887. Eine noch sparsamere fanden Denis Weaire und Robert Phelan 1993. Sie steckt in der Fassade des Schwimmstadions der Spiele von Peking 2008.
Verbindet man eine kleine und eine große Blase, schrumpft die kleine und bläst die große auf: In kleinen Blasen ist der Druck höher.
Je stärker die Haut gekrümmt ist, desto fester drückt sie auf die Luft darin.
Die größte frei schwebende Seifenblase hatte 96 Kubikmeter, größer als ein Kinderzimmer. Bei starkem Frost frieren Blasen: Eiskristalle wirbeln über die Haut wie in einer Schneekugel.
Gary Pearlman stellte den Rekord 2015 in Cleveland (USA) auf.
Frei schwebend fast immer. In einem Drahtgestell oder halb auf dem Tisch nicht.
Die Seife ist farblos. Die Farben entstehen, wenn sich gespiegeltes Licht verstärkt oder auslöscht.
Ein nasser Finger gehört für die Haut einfach dazu. Ein trockener zerreißt sie.
Umgekehrt: In kleinen Blasen ist der Druck höher.
Bei starkem Frost wachsen Eiskristalle über die ganze Haut.
Beide sparen: Sechsecke brauchen am wenigsten Wand.
Wähl einen Ring, er pustet sofort. Oder tipp ins Bild: Jede Blase wird rund.