Kleine Wunder 19 Lab · CecoDesign
Fallen
Lass etwas los, und es fällt: nach unten und immer schneller. Warum?
Nach nur einer Sekunde ist es 35 km/h schnell.
Oder ins Bild tippen.
Kleine Wunder 19 Lab · CecoDesign
Lass etwas los, und es fällt: nach unten und immer schneller. Warum?
Nach nur einer Sekunde ist es 35 km/h schnell.
Oder ins Bild tippen.
Die Erde zieht alles an. Jede Sekunde wird ein fallender Stein um rund 35 km/h schneller. Darum fällt er in jeder Sekunde weiter als in der davor.
Nach 1 Sekunde 5 Meter, nach 2 Sekunden 20, nach 3 Sekunden schon 44 Meter.
Fast 2000 Jahre glaubte man, schwere Dinge fallen schneller. Galileo Galilei zeigte um 1600: Eine schwere und eine leichte Kugel kommen gleichzeitig unten an.
Ob er dafür vom Schiefen Turm in Pisa warf, ist nicht sicher. Die Geschichte erzählte sein Schüler Viviani.
Eine Feder segelt langsam, eine Kugel saust. Schuld ist die Luft: Sie bremst die leichte, breite Feder viel stärker.
In einer Röhre ohne Luft fallen Feder und Kugel genau gleich schnell.
1971 ließ der Astronaut David Scott auf dem Mond einen Hammer und eine Falkenfeder fallen. Ohne Luft landeten beide gleichzeitig.
Der Mond zieht nur ein Sechstel so stark wie die Erde. Darum fiel alles ganz gemächlich.
Je schneller etwas fällt, desto stärker bremst die Luft. Irgendwann wird es nicht mehr schneller.
Ein Springer im Bauchflug erreicht rund 200 km/h, ein großer Regentropfen nur etwa 30.
Ein Fallschirm fängt viel Luft und bremst stark. 1797 sprang André-Jacques Garnerin über Paris aus einem Ballon, mit einem Schirm aus Stoff.
Mit offenem Schirm landet man nur noch mit rund 20 km/h. Gezeichnet hatte so etwas schon Leonardo da Vinci.
2012 sprang Felix Baumgartner aus 39 Kilometern Höhe. Dort oben ist die Luft so dünn, dass er schneller fiel als der Schall: 1357 km/h.
Weiter unten wurde die Luft dichter und bremste ihn wieder ab.
Fällt eine Katze, dreht sie zuerst den Kopf, dann den Vorderkörper, dann die Hinterbeine. So landet sie meist auf den Pfoten.
Junge Kätzchen lernen das in den ersten Lebenswochen. Aus zu geringer Höhe reicht die Zeit nicht.
Wer frei fällt, fühlt sich schwerelos. Im Fallturm Bremen fallen Versuche 4,7 Sekunden lang durch eine Röhre ohne Luft.
Mit einem Katapult von unten schweben sie sogar 9,3 Sekunden. Der Turm ist 146 Meter hoch.
In der Luft oft ja. Ohne Luft fallen alle Dinge gleich schnell.
Die Luft bremst sie auf ein paar Dutzend km/h. Das zwickt, mehr nicht.
Meistens, aber nicht immer. Aus geringer Höhe reicht die Zeit nicht.
Er sah ihn fallen, so erzählte er es später. Auf den Kopf fiel er ihm nicht.
Alles fällt gleich schnell, also schwebt alles zusammen.
Er fällt nur etwa 30 km/h schnell.
Kugel und Feder fallen aus 10 Metern. Wähl einen Ort und lass los.