Kleine Wunder 10 Lab · CecoDesign

Vom Ochsenkopf zum A

Das A war einmal ein Ochsenkopf. Dreh es auf den Kopf – siehst du die Hörner?

Jeder Buchstabe war einmal ein Bild.

Tipp aufs Bild und dreh das A durch die Zeit.

Zählen auf Ton

Die ersten Schriften dienten zum Zählen: Wie viele Schafe, wie viel Korn? In Uruk drückte man das vor über 5000 Jahren in weiche Tontafeln.

Aus den Bildern wurden mit der Zeit Keile – die Keilschrift. Tipp auf die Tafel und drück selbst Keile hinein.

Bilder, die klingen

In Ägypten bedeutete ein Bild nicht nur ein Ding, sondern oft auch einen Laut. Die Eule stand für „m“, das Wasser für „n“.

Tipp auf die Zeichen und hör hin, was sie sagen.

Bilderrätsel

Bilder zusammensetzen, bis ein Wort herauskommt – so ähnlich lasen die Ägypter ihre Hieroglyphen.

Oder tipp auf ein Rätsel.

Die ersten Buchstaben

Vor rund 3800 Jahren kamen Arbeiter in den Minen am Sinai auf eine Idee: Ein Bild steht nur für den ersten Laut seines Wortes.

Der Ochse hieß ʾalp, das Haus bayt. So wurden aus Bildern Buchstaben – und aus Hunderten Zeichen ein paar Dutzend.

Die Phönizier

Die Phönizier waren Seehändler. Ihr Alphabet hatte 22 Zeichen, nur Mitlaute, und wurde von rechts nach links geschrieben.

Mit ihren Schiffen reiste es rund ums Mittelmeer.

Die Griechen

Die Griechen übernahmen die Zeichen und machten aus einigen Vokale: Aus Aleph wurde Alpha.

Eine Zeitlang schrieben sie hin und zurück, Zeile für Zeile – „boustrophedon“, so wie der Ochse pflügt.

Die Römer

Über die Etrusker kam das Alphabet zu den Römern. Ihre Großbuchstaben schreiben wir bis heute.

J, U und W kannten sie noch nicht. Für U schrieben sie V – darum steht dort POPVLVS.

Was in den Buchstaben steckt

B war ein Haus, D eine Tür, M das Wasser, O ein Auge, R ein Kopf.

Tipp auf eine Karte, um sie umzudrehen.

Buchstaben aus Metall

Um 1450 goss Johannes Gutenberg in Mainz einzelne Buchstaben aus Metall – spiegelverkehrt. So ließen sich Bücher viel schneller drucken.

Seine Bibel war um 1455 fertig.

Stimmt’s?

Die ersten zwei griechischen Buchstaben gaben dem Alphabet seinen Namen.

Ihre 22 Zeichen waren alle Mitlaute. Die Vokale ergänzte man beim Lesen.

Das W entstand erst im Mittelalter – aus zwei V oder U nebeneinander.

Viele Hieroglyphen stehen für Laute, manche für ganze Wörter – und manche zeigen nur, worum es geht.

In China gab es bewegliche Lettern schon um 1040, in Korea 1377 sogar aus Metall. Gutenberg machte den Druck in Europa schnell und billig.

Das Zeichen ʿayin war ein Auge. Die Griechen machten daraus das O.

Dein Name in Hieroglyphen

  • Bilder wurden zu Lauten
  • Ochse wurde zum A
  • 26 Buchstaben für alles