Trockene Heizungsluft: was Nase und Haut jetzt hilft
Im November sinkt die Luftfeuchte in geheizten Räumen oft unter 40 Prozent. Die Nase trocknet aus, die Haut spannt. Mit Lüften, Trinken und der richtigen Pflege kommen Sie gut durch den Winter.

Warum die Luft im Winter so trocken ist
Kalte Außenluft enthält wenig Wasser. Wird sie in der Wohnung auf 21 Grad erwärmt, sinkt die relative Luftfeuchte stark, an kalten Tagen oft unter 40 Prozent.
Die Schleimhäute in Nase und Rachen trocknen dann leichter aus. Viele merken das als Kratzen am Morgen, als verstopfte Nase oder als leichtes Nasenbluten beim Schnäuzen.
Lüften, trinken, nicht überheizen
Lüften Sie mehrmals am Tag fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster, statt das Fenster gekippt zu lassen. So kommt frische Luft herein, ohne dass die Wände auskühlen.
Etwa 20 Grad im Wohnzimmer und kühlere Schlafzimmer reichen den meisten. Trinken Sie über den Tag verteilt Wasser oder ungesüßten Tee. Ein Hygrometer für wenige Euro zeigt, wie feucht die Luft wirklich ist; empfohlen werden meist 40 bis 60 Prozent.
Für die Nase
Nasensprays oder Spülungen mit Meerwasser oder Kochsalz befeuchten die Schleimhaut und können über längere Zeit genommen werden. Abschwellende Nasensprays dagegen sind für Erkältungen gedacht und nur für wenige Tage.
Fragen Sie uns, welches Mittel zu Ihnen passt, besonders bei Kindern, in der Schwangerschaft oder wenn Sie andere Arzneimittel nehmen.
Für die Haut
Duschen Sie kürzer und nicht zu heiß. Cremen Sie danach die noch feuchte Haut ein. Für sehr trockene Hände und Füße helfen Cremes mit Urea, die Wasser in der Haut binden.
Wird die Haut rissig, rot oder juckt sie stark, lassen Sie das in Ihrer Arztpraxis ansehen.
Wann Sie zur Ärztin oder zum Arzt gehen
Bei häufigem oder starkem Nasenbluten, bei Fieber, bei Beschwerden, die länger als zwei Wochen anhalten, oder wenn Sie schlecht Luft bekommen. Im Zweifel rufen Sie uns an, wir sagen Ihnen, wohin.
Quellen
- Umweltbundesamt: Richtig lüften und heizen (abgerufen 11/2026)
- Gebrauchsinformationen der jeweiligen Arzneimittel